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Alfred-Wegener-Institut

Das AWI – zwischen Klimaforschung und Klimaschutz

Das Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung ist ein außeruniversitäres Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft und gilt als international bedeutende Klimaforschungseinrichtung. Das AWI koordiniert die deutsche Polarforschung u.a. durch die Bereitstellung des Forschungseisbrechers POLARSTERN sowie von Flugzeugen und Stationen. Auch im Bereich der Nordsee werden seit Jahrzehnten Klimadaten von der zum AWI gehörenden Biologischen Anstalt Helgoland aufgezeichnet. AWI-Wissenschaftler beraten Entscheidungsträger aus Politik und Gesellschaft und sind an der Verfassung von Teilen des Weltklimaberichtes beteiligt. Mit der Koordination des Helmholtz-Netzwerkes für Regionale Klimaveränderungen REKLIM, seinem Nordseebüro, der Stabsstelle Technologietransfer sowie mit der seinem Klimabüro für Polarregionen und Meeresspiegelanstieg stellt das AWI Schnittstellen zwischen Öffentlichkeit und Wirtschaft dar.

Da liegt es nahe, dass das AWI auch am Prozess Kurs Klimastadt Bremerhaven bereits seit der Erstellung einer Konzeptstudie aktiv mitarbeitet. Aber auch als einer der größeren Arbeitgeber mit über 800 Mitarbeitern in Bremerhaven und dem Betrieb zahlreicher Infrastrukturen muss sich das AWI dem Thema Klimaschutz und Energieeffizienz stellen. Seit Juli 2010 ist das AWI Partner im Energieeffizienz-Netzwerk "Effizienztisch NordWest II", in welchem sich die Mitgliedsunternehmen, beraten von Energieexperten, vor Ort über mögliche Energieeinsparungen austauschen und informieren können.

Zudem konnte mit Unterstützung der öffentlichen Konjunkturprogramme des Bundes in den vergangenen Jahren die energetische Sanierung etlicher Bestandsgebäude am Handelshafen realisiert werden. Dabei wurden insbesondere Fassaden gedämmt und Fenster getauscht. Als Betreiber zahlreicher wissenschaftlicher Laboratorien mit hohen Anforderungen an die Arbeitssicherheit muss ein hoher Anteil der Laborluft ausgetauscht werden. Das heißt die erforderliche Lüftung der Gebäude trägt einen wesentlichen Anteil am Energiebedarf, Aggregate zur Wärmerückgewinnung helfen hier zumindest den Heizbedarf zu minimieren. Die Regelungstechnik des alten Hauptgebäudes in der Columbusstraße wurde erneuert. Während hier zur Heizung bereits Fernwärme verwendet wird, wurden Ölheizungsanlagen am Handelshafen in den vergangenen Jahren gegenmoderne Gas-Brennwertanlagen ausgetauscht. Daneben wird bereits seit Jahren für den Hauptgebäude-Komplex Am Handelshafen ein mit Erdgas betriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Kraft-Wärmekopplung eingesetzt.

Auch wenn das AWI bereits Ökostrom nutzt, sollen nach und nach noch weitere Einsparpotenziale realisiert werden. So soll Abwärme aus Druckluftkompressoren und anderen Aggregaten zur Warmwassergewinnung zurückgewonnen werden. Als nächste Schritte sind z.B. der Austausch alter Kühlaggregate und der Beleuchtung geplant. Derzeit wird eine Prioritätenliste erstellt und die Einführung eines Energiemonitorings als Vorstufe zu einem integralen Energiemanagement vorbereitet.

Insgesamt gewinnen Nachhaltigkeitsthemen in den Einrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft an Bedeutung, so dass dies auch am AWI zu einem Querschnittsthema in praktisch allen Bereichen ausgebaut werden soll.

Klimastadtbüro

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Telefon 0471 308 32 80, E-Mail dialog@klimastadt-bremerhaven.de

Öffnungszeiten

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