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Der Energiewächter

Klimakopf Holger Schneeberg und sein Team von insgesamt acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kümmern sich um das gesamte Spektrum der Haustechnik – von der Steckdose bis hin zum Blitzableiter.

Holger Schneeberg ist Abteilungsleiter Technik bei der Seestadt Immobilien Bremerhaven, welche treuhänderisch sämtliche Immobilien der Stadt verwaltet. Aber nicht nur das macht Holger Schneeberg zu einem echten Klimakopf.

Herr Schneeberg, was ist Ihre Aufgabe bei Seestadt Immobilien?

Wir überwachen die Energieverbräuche sämtlicher von uns verwalteter Immobilien und konzipieren Energiesparprogramme, um eine noch positivere Energiebilanz der Liegenschaften zu erreichen. Darüber hinaus bauen und sanieren wir auch: wir fördern nicht nur die Energiesparverordnung EnEV, sondern auch die Passivhausbauweise und setzen diese um. Inzwischen haben wir das fünfte Passivhaus in der Stadt gebaut: die Kita Auf der Eeke, die Kinderkrippe Ellhornstraße, die Kindertagesstätte in der Folkert-Potrykus-Straße, die Kinderkrippe Eisenbahnstraße, sowie die Sporthalle der Gaußschule. Hier sind wir bezüglich der Energieeffizienz inzwischen sehr gut aufgestellt.

Die Stadt Bremerhaven hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 insgesamt 40 Prozent CO2 einzusparen. Halten Sie das für realistisch?

Ja, das kann klappen. Aber das können wir nur erreichen, wenn die Politik die Mittel dafür gibt. Die 40 Prozent CO2-Einsparung zu erreichen, ist ein ambitioniertes Ziel. Dafür müssen vor allem alte, energieverbrauchende Einrichtungen in Angriff genommen werden. Das ist noch sehr viel Arbeit. Es gibt sehr diverse Lösungsansätze, um die Energiebilanz in der Stadt Bremerhaven weiter zu verbessern, die müssen einfach nur umgesetzt werden. Bremerhaven ist bezüglich des European Energy Awards (EEA) mit Silber ausgezeichnet – aber Gold ist das klare Ziel!

Sie persönlich sind ja auch sozusagen sehr »energieeffizient«.

Ja, ich wohne in Dorum und fahre an 96 Tagen im Jahr mit dem Rad zur Arbeit – das sind fast 4.000 Kilometer jährlich. Auch dienstlich fahre ich kurze Strecken mit dem Rad: ich muss nicht lange nach Parkplätzen suchen und ich komme genauso schnell durch wie mit dem Auto. Nur wenn es regnet oder längere Strecken anstehen, nehme ich eines der erdgasbetriebenen Dienstautos.

Wie sind sie auf die Idee gekommen, überwiegend Rad zu fahren?

Ich habe vor sieben Jahren beim AOK-Programm »Mit dem Rad zur Arbeit« mitgemacht, da sollte man 20 Mal mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Das hat mir so gefallen, dass ich mich immer weiter gesteigert habe. Inzwischen bin ich bei 96 Mal pro Jahr angekommen und das tut mir gut. Ich komme abends entspannt nach Hause, hatte meinen Sport und bin dazu noch klimafreundlich unterwegs!

Was würden Sie sich für die Klimastadt Bremerhaven in Zukunft wünschen?

Ich würde mir wünschen, dass die Abwärme der Müllverbrennungsanlage MBA effizienter genutzt werden könnte. Zurzeit ist es noch wirtschaftlich günstiger, Neubauten mit Gasversorgung zu planen. Gas ist jedoch ein fossiler Brennstoff, der CO2 produziert. Die Abwärme der MBA dagegen ist CO2-neutral. Wenn man dies auch in Neubauten integrieren könnte, würde das die Klimastadt Bremerhaven weit nach vorn bringen, da es dem Energiespargedanken entgegen käme.


Kontaktadresse
Dipl.-Ing. Holger Schneeberg
Seestadt Immobilien
Hinrich-Schmalfeldt-Straße
Stadthaus 4, 27576 Bremerhaven
Tel.: 0471-590 2606
www.seestadt-immobilien.de

Klimastadtbüro

Waldemar-Becké-Platz 5
Telefon 0471 308 32 80, E-Mail dialog@klimastadt-bremerhaven.de

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr