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Senator für Umwelt, Bau und Verkehr Dr. Joachim Lohse

Klima-Ziel ist noch weit weg?

Theme/Rubrik: Meldungen MeldungenAnzahl der Kommentare: 0 Beitrag von: Geschäftsstelle Klimastadt Geschäftsstelle Klimastadt

Am 17.02.2016 fand im Bremerhavener Klimahaus die vom Land einberufene Klimakonferenz des Klimaschutz- und Energieprogramms (KEP 2020) statt. 

Einen Schwerpunkt der Veranstaltung bildeten die fünf parallelen Workshops, die sich mit den unterschiedlichen Handlungsfeldern der Klimaschutzpolitik Bremens befassten. Der Workshop-Charakter bot Gelegenheit für Feedback zur bisherigen Umsetzung und Konzeption der KEP-Fortschreibung. Anknüpfend an ein lokales Best-Practice-Beispiel gab es zudem Raum für Diskussion und Entwicklung ergänzender Strategien und Maßnahmen.

Die Nordsee-Zeitung berichtet Folgendes:

"Klima-Ziel ist noch weit weg

Vom Land einberufene Konferenz berät über Möglichkeiten, weniger Treibhausgas freizusetzen

VON WOLFGANG EHRECKE

MITTE. Unternehmen, Fahrzeuge und Haushalte im Land Bremen sollen Energie sparen, um den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) zu verringern. Doch vom ehrgeizigen Ziel, bis 2020 das Emissions-Niveau von 1990 um 40 Prozent zu unterbieten, sind wir an der Küste noch recht weit entfernt. Mehr als 100 Teilnehmer der vom Umweltsenator einberufenen Klimakonferenz debattierten am Mittwoch im Klimahaus darüber, wie es weitergehen soll.

„Mittlerweile sind wir weit von den Zielen entfernt“, räumte Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) auf der Konferenz ein. Rund zehn Prozent weniger CO2 als 1990 komme in den Städten Bremerhaven und Bremen aus Schloten, Schornsteinen und Auspüffen. Statt 7,1 Millionen Tonnen pro Jahr also etwa 6,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Anlass der Konferenz für Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft war das 2009 aufgelegte Klimaschutz- und Energieprogramm (KEP) 2020 des Landes. Das KEP orientiert sich an den Klimaschutzzielen des Bundes und legt Energiespar-Kurs und Fördermöglichkeiten fest. Die Wiederentdeckung der Kohlekraftwerke nach der AtomKatastrophe von Fukushima, die Reduzierung der Förderung für Photovoltaikanlagen und ein Ölpreis, so niedrig wie in den Neunzigern, befördere das Thema Klimaschutz nicht gerade, bedauerte Lohse. Zwar sei die Aussicht auf einen steigenden Meeresspiegel hierzulande nicht so bedrohlich wie in anderen Erdteilen. „Aber dennoch müssen wir endlich vorankommen.“ In einzelnen Disziplinen sind die Fortschritte bereits da. Mit 60 Windenergieanlagen auf Bremer und 22 auf Bremerhavener Terrain habe das Land bereits den Planwert mehr als verdoppelt, berichtete Hildegard Kamp, im Umweltressort Leiterin des Bereichs Umweltwirtschaft, Klima- und Ressourcenschutz. Durch die Förderung des energiesparenden Umbaus und Neubaus sei schon einiges erreicht worden: Die Heizungen renovierter Stäwog-Wohnungen in Bremerhaven etwa stießen im Vergleich zu 1995 52 Prozent weniger CO2 aus. Wie es weitergeht mit dem Klimaschutz, darüber debattierten die Konferenzteilnehmer mehrere Stunden lang in verschiedenen Arbeitsgruppen. „Es gibt Elektroautos, aber kaum einer kauft sie“, formulierte der Bremerhavener Holzfachhändler Christian Ehlers eine der Startschwierigkeiten einer umweltfreundlicheren Fortbewegung. Die Bevölkerung müsse überdies bereit sein, den öffentlichen Nahverkehr intensiver zu nutzen als bisher. „Sonst ergibt die Forderung nach einem engeren Takt für Bussen und Bahnen keinen Sinn.“ ..."

 

Leider wurde über die teilweise sehr erfolgreiche Umsetzung des Klimaschutzprogramms in Bremerhaven sehr wenig berichtet. Beispielsweise konnte Seestadt Immobilien durch Einsatz erneuerbarer Energien die Treibhausgas-Emissionen auf 30% senken (im Vergleich zum Referenzjahr 1990). 

Die engagiert eingebrachten Ergänzungen der Akteure für die Fortschreibung des Programms sollen bis zum Sommer eingearbeitet werden. Bis Februar wird eine Prognose der Federführenden erwartet, mit welcher Abweichung von den Klimaschutzzielen zu rechnen ist. Im Jahr 2018 sollen die Klimaschutzziele für 2030 festgelegt werden.

 

(Die Veröffentlichung dieses Artikels erfolgt mit freundlicher Genehmigung der
NORDSEE-ZEITUNG.)

Foto: Scheschonka

News vom 18.02.2016

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