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Kinder aktiv beim Umweltschutz

Theme/Rubrik: Bildung BildungAnzahl der Kommentare: 0 Beitrag von: Geschäftsstelle Klimastadt Geschäftsstelle Klimastadt

Viel Engagement beim Interkommunalen Klimaschutztag vor der Großen Kirche – Wegen des Regens weniger Besucher als erhofft

BREMERHAVEN. Der jährlich stattfindende Klimastadttag der Seestadt erhielt in diesem Jahr Verstärkung durch die Landkreise Cuxhaven und Wesermarsch. Unter dem Themenschwerpunkt „Klimafreundlich leben“ hatte das Regionalforum Bremerhaven am Sonnabend Kommunen, Unternehmen und Organisationen vor die Große Kirche geladen, um den Besuchern leicht umsetzbares klimafreundliches Handeln zu präsentieren und durch Mitmachaktionen dafür zu begeistern. Leider hielt der Regen viele Interessierte von den Ausstellungen fern. Es gehe darum, unter dem Slogan „Wir verankern den Klimaschutz“ die vorhandenen Strukturen zu erweitern, sagte Stadträtin Dr. Susanne Benöhr-Laqueur in ihrem Grußwort. Das Motto der Verankerung wurde auch von der Cuxhavener Kreisrätin Babette Bammann und Wesermarsch-Umweltdezernent Matthias Wenholt aufgegriffen. „Die Summe der vielen guten Ansätze im Alltag bringen uns weiter“, sagte Wenholt. Unterstrichen wurden ihre Einführungen durch das „Energiesparlied“ eines Grundschul-„Klimachors“.

In 20 Pagodenzelten entlang der Fußgängerzone hielten dann Organisationen und Unternehmen wie das Alfred-Wegener-Institut (AWI), die Nordsee GmbH, Klimaschützer energiekonsens und die Phänomenta Informationen und spannende Mitmachaktionen für Jung und Alt bereit. Diese wurden von Moderator Jörg Wilke durch Interviews zur Nachhaltigkeit ergänzt und durch Live-Musik aufgelockert.

Die Besucher konnten viel über CO2-freien Warentransport durch den Ökosegler „Avontuur“ erfahren und gleich gegenüber den auf diese Weise importierten Kaffee verkosten. Mithilfe eines Heimtrainers ließ sich am eigenen Leibe erlernen, welchen Aufwand die Stromproduktion für den täglichen Bedarf erfordert.

In weiteren Zelten informierte unter anderem der BUND über das Torfersatzkonzept TerraPreta, das CO2-bindend als Pflanzboden Verwendung findet. Das Repair-Café zeigte, wie man beschädigte Haushaltsgegenstände und Möbel einfach wieder instandsetzen kann statt sie zu entsorgen.
 

Vernetzung angestrebt

Energieeffizienz, Müllvermeidung im Alltag und nachhaltiger Konsum zogen sich als roter Faden durch die verschiedenen Angebote, wobei sich aber als ein Schwerpunkt das Umweltbewusstsein von Kindern herauskristallisierte. „Wir müssen unseren Nachwuchs ab dem jüngsten Alter an das Thema heranführen“, sagte Désiré Funk vom BUND dazu.

Denn dass Klimaschutz nicht nur Erwachsenensache ist, belegte die rege Teilnahme jugendlicher Klimaaktivisten wie Pia Schliefke und Chiara Ritter aus Loxstedt. Dort würden sich einige Kinder schon im Alter von zehn Jahren in den Umweltschutz einbringen, erzählten sie stolz.

„Wir haben uns natürlich eine weitaus größere Resonanz gewünscht“, sagte Klimastadtmanager Marc Liedtke, den Dauerregen ansprechend. Den Aktionstag hatte er zusammen mit den Klimamanagerinnen der Landkreise Cuxhaven und Wesermarsch und dem Regionalforum Bremerhaven organisiert. Das Bestreben sei, eine Vernetzung aller Organisationen zu erreichen, die im Umweltschutz der Region aktiv sind. Die Bürger anzusprechen, gestalte sich aber trotz sozialer Medien wie Facebook als schwierig.

„Viele regionale Unternehmen engagieren sich, betreiben Klimaschutz zum Anfassen, und das wollen wir mit dieser jährlichen Präsentation zeigen. Die Menschen sollen sehen: Es läuft was“, fasste er zusammen. Die überregionalen Bemühungen unterstrich auch Corinna Brand vom Regionalforum: „Klimaschutz macht eben nicht an Grenzen halt.“ (von Heye Barthel)

 

Bildunterzeile: „Wissen macht Spaß“, sagt Winfried Hebold-Heitz vom Alfred-Wegener-Institut (AWI). Hier erklärt er einem jungen Zuschauer auf dem Platz vor der Großen Kirche, was für einen Effekt die durch den Klimawandel bedingte Meereserwärmung auf Strömungen hat. (Foto Heye Barthel)

(Die Veröffentlichung dieses Artikels erfolgt mit freundlicher Genehmigung der
NORDSEE-ZEITUNG.)

News vom 14.08.2017

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