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bremenports

bremenports - Klimabewusster Hafen-Infrastrukturbetreiber und -entwickler

Die bremenports GmbH & Co.KG entwickelt und betreibt im Auftrag der freien Hansestadt Bremen die Infrastruktur der Hafengruppe Bremen/ Bremerhaven. Das langjährig erfolgreiche Wirken für hohe ökologische Standards bei Hafenentwicklung, -bau und -betrieb mündeten 2009 in die Veröffentlichung der standortbezogenen Nachhaltigkeitsstrategie.

Fester Bestandteil dieser Strategie sind natürlich auch Maßnahmen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung, die von fortschrittlichen Häfen seit einigen Jahren thematisiert werden. Insofern war es für die bremenports naheliegend, die Überlegungen zu einer Klimastadt Bremerhaven von Beginn an zu unterstützen.

2008 nahm bremenports aktiv an der Weltklimakonferenz der Häfen in Rotterdam teil. Hierbei unterzeichnete Bremen die Klimaschutzerklärung "World Port Climate Declaration" und verpflichtete sich damit zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Auf verschiedenen Ebenen (z.B. international in der WPCI, World Port Climate Initiative) setzt bremenports such u.a. für moderne Schiffstreibstoffe und -motoren zur Senkung von Schadstoffemissionen ein. Hier bietet sich mit Flüssiggas (LNG=Liquid Natural Gas) ein umwelt- und klimafreundlicherer Brennstoff als Schweröl und Schiffsdiesel an. Bis zum umfassenden Einsatz in der Schifffahrt sind aber ein Verteilernetz zu schaffen, Schiffsneubauten nötig und eine Reihe technischer Innovationen zu bewältigen, für die auch einheitliche Standards und rechtliche Zulassungen erforderlich sind.

Die 2009 veröffentlichte Nachhaltigkeitsinitiative greenports bündelt die verschiedenen Umwelt- und Klimaschutz sowie Klimaanpassungsaktivitäten. Auch bei der für bremenports wichtigen Hafenentwicklung wie der Erweiterung des Containerterminals (zuletzt CT4) gibt es Positivwirkungen. So wurden für einen über 1000 Hektar großen Gesamtlebensraum weitere 290 Hektar Feuchtgrünland aus zuvor intensiver landwirtschaftlich genutzten Flächen geschaffen, welches nicht nur ein Rückzugsgebiet für zahlreiche Tierarten darstellt, sondern auch zu einer positiven Klimabilanz beitragen.

  • A) Grünlandbereich

Größe: 290 Hektar. Acker- und Weideflächen, die man früher intensiv landwirtschaftlich genutzt hat, werden in extensive Feuchtgrünländer für Pflanzen und Tiere (Brut- und Rastvögel) umgewandelt. Anlage von Gräben, Windschöpf- und Stauanlagen.

  • B) Tidepolder

Größe: 220 Hektar. Anlage eines weitläufigen Tidepolders mit einem verzweigten System aus neuen, von Schilfröhricht umgebenen Prielen. Rund um Wattflächen und Röhrichtzonen entstehen wertvolle Lebensräume für seltene, häufig bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

  • C) Sturmflutsperrwerk

Bau eines 35 Meter breiten Sturmflutsperrwerks im Deich. Durch zwei jeweils 13 Meter breite Kammern kann das Weserwasser ab 2010 in den Tidepolder fließen. Die Tore werden nur bei extremem Hochwasser oder einer Sturmflut geschlossen.

 

  • D) Tideschöpfwerk

Bau eines Tideschöpfwerks. Es sichert die Be- und Entwässerung eines fast 30 Quadratkilometer großen Gebiets in der Dedesdorfer Marsch. Für eine zusätzliche Entwässerung von 5 200 Litern pro Sekunde stehen zwei Pumpen zur Verfügung.

 

  • E) Alte Weser

Größe: 140 Hektar. Hier schaffen die Umweltplaner an einem alten Weserarm strukturreiche Lebensräume mit Gewässern, Auengehölzen, Röhrichten und Gründlandbereichen (extensive Nutzung).


Um einen Tidepolder zu schaffen, wurde ein Sturmflutsperrwerk im Weserdeich mit zwei je 13m breiten Durchflusskammern errichtet, welches - mit Ausnahme von besonders hohen Wasserständen bei Sturmflutsituationen - Weserwasser den kontrollierten Zufluss in einen 220 Hektar großen Tidenpolder erlaubt. Zur Regulierung der Wasserstände in der dahinter liegenden Dedesdorfer Marsch wurde ein Tideschöpfwerk mit leistungsfähigen Pumpen (Pumpleistung von über 5m3pro Sekunde) errichtet, das auch die Ableitung von Niederschlagswasser aus Starkregenereignissen ermöglicht, die nach den Prognosen durch den Klimawandel häufiger zu erwarten sind.

Auch die fast fünf Kilometer lange Stromkaje des Containerterminals ist gegen Extremereignisse wie Sturmfluten bestens gewappnet: Zur Weserseite hin befindet sich unter der Kaianlage eine große Wellenkammer, die dem auflaufenden Wasser die zerstörerische Kraft nimmt und so die Hafenanlagen vor Schäden bewahren soll. Diese intelligente Konstruktion machte es möglich, die Kaje niedriger auszulegen und so durch geringeren Bauaufwand und Materialeinsatz erheblich Baukosten und CO2-Emissionen (z.B. zur Herstellung und Transport von Beton) zu reduzieren.

Im Bereich der betrieblichen Mobilität geht bremenports ebenfalls sehr klimabewusst vor: Über Car-Sharing und den Einsatz sparsamer Fahrzeuge (auch. Elektromobile) trägt das Unternehmen zur Reduktion von Emissionen bei. Mit der angestrebten Umrüstung der Schiffsflotte (zunächst Klappschuten und Baggerschiff) auf LNG-Antrieb strebt bremenports eine umweltfreundliche und emissionsreduzierte Modernisierung an. Die Unternehmenspolitik färbt darüber hinaus auf viele Mitarbeiter ab, von denen einige regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit kommen.

Darüber hinaus werden auf dem Dach der bremenports-Werkstatt rund 36000 Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt, der sich mit dem Verbrauch der Elektromobile verrechnen lässt. Schließlich ist bremenports am Forschungs- und Entwicklungs-Projekt nordwest2050 beteiligt, welches u.a. die Verletzlichkeit der an der Küste gelegenen Hafenwirtschaft und Logistik überprüft und innovative Ansätze zur Anpassung an den Klimawandel untersucht. Daneben ist die Anpassung der Unterweserregion an den Klimawandel durch einen Tidepolder im Bereich der Drepteniederung auch Thema einer Vorstudie, die unter Förderung der Metropolregion Bremen/Oldenburg bis Ende 2013 unter Beteiligung der bremenports mit einigen wissenschaftlichen und regionalen Partnern erarbeitet werden soll.

Die Leistungen bremenports für den Klimaschutz sind zusammengefasst:

- Gewährleistung des Küstenschutzes in Bremerhaven

- Beteiligung am 21. Bremer Universitätsgespräch „Mensch und Küste – eine Schicksalsgemeinschaft und der Meeresspiegelanstieg“

- Aktive Unterstützung der World Ports Climate Initiative

- Aktive Mitwirkung im Cluster Hafenwirtschaft und Logistik zum Forschungs- und Entwicklungsvorhaben Nordwest 2050

- Eigene Energieeinsparungsmaßnahmen

  • Fuhrpark
  • Beleuchtung

- Einsatz regenerativer Energien

- Wissenstransfer in maritime Netzwerke (z.B. Via Bremen)

- Förderprojekt der Metropolregion Bremen-Oldenburg zu einer Vorstudie für eine Klimaanpassung an der Unterweser durch einen Tidepolder in der Drepteniederung

Ansprechpartner:
Uwe von Bargen
bremenports GmbH & Co. KG
Am Strom 2
27568 Bremerhaven
E-Mail:Uwe.von.Bargen@bremenports.de
Tel.: 0471 / 309 01-550

Weitere Informationen unter:

www.bremenports.de
www.bremenports.de/greenports/mehr-oekologie-wagen

Klimastadtbüro

Waldemar-Becké-Platz 5
Telefon 0471 308 32 80, E-Mail dialog@klimastadt-bremerhaven.de

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag von 10 bis 15 Uhr
Freitag von 10 bis 13 Uhr