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Klimaquartier in Mitte angepeilt

Theme/Rubrik: Bauen & Sanieren Bauen & SanierenAnzahl der Kommentare: 0 Beitrag von: Geschäftsstelle Klimastadt Geschäftsstelle Klimastadt

„Alte Bürger“ wird zur Klimameile und soll langfristig CO2-neutral werden

BREMERHAVEN. Es gibt Themen, die ziehen sich an der Nordsee genauso wie an der Ostsee entlang. Klimaschutz ist eines davon. Das Bremerhavener Klimastadt-Büro koordiniert das Projekt „Act Now!“, bei dem 17 Partner aus Polen, Russland, Litauen, Estland, Lettland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland zusammenarbeiten. Es könnte zu einer Klimameile „Alte Bürger“ samt Energiemanager führen.

Die „Alte Bürger“ wurde exemplarisch ausgewählt. „Es hat interessante Gebäude aus der Gründerzeit und eine sehr durchmischte Eigentümer- und Mieterstruktur“, sagt Till Scherzinger, Leiter des Klimastadt-Büros. Die Bewohner seien aufgeschlossen, Hausverwaltungen, Quartiersmeisterei, Werbegemeinschaft, Seestadt Immobilien, Stäwog und Energieversorger SWB hätten ihre Mitwirkung zugesichert. Idee ist, das Quartier so zu entwickeln, dass es langfristig CO2-neutral wird. Fragen zur Energieversorgung und -effizienz, aber auch zum Nutzerverhalten spielen eine Rolle. Angedacht ist, am Ende für den Energiemanager einen Förderantrag zu stellen.

„Act Now!“ soll die Kommunen befähigen, die Energieeffizienz von Gebäuden stark zu verbessern und so den Klimaschutz voranzutreiben. Im Fokus steht dabei die Wärmeversorgung. Gebildet werden „Partnertandems“ aus je einem Kommunalvertreter und einem Experten für Energieeffizienzmaßnahmen. Die Beteiligten befassen sich unter anderem mit Messsystemen zum Energieverbrauch und Sanierungskonzepten, Finanzierungsmodellen, dem Aufbau von geeigneten kommunalen Strukturen, mit Schulungsprogrammen und dem Wissenstransfer. Bei den osteuropäischen Projektpartnern gehe es sehr stark um öffentliche Gebäude und deren Energiemanagement, sagt Scherzinger. In den westeuropäischen Ländern gehe es eher darum, wie sich der private Sektor für das Thema gewinnen lässt und wie er von Erfahrungen auf öffentlicher Seite profitieren kann. „Wir müssen verstärkt ökonomisch tragfähige Einsparlösungen wie zum Beispiel das 3/4-Plus-Programm, die Passivhaus-Kindergärten oder die preisgekrönten Wohngebäudesanierungen der Stäwog nutzen und die erworbenen Kenntnisse erweitern. Sie bekannt zu machen, hilft dann auch den privaten Hausbesitzern und deren Mietern“, so Scherzinger.

Die Europäische Union fördert das Projekt mit einem Budget von 3,55 Millionen Euro, 700.000 Euro davon für Bremerhaven. Beim Klimastadt-Büro, das sich über solche Projekte in Teilen finanzieren muss, wird ein Projektmanager anfangen. „Act Now!“ läuft noch bis Ende 2020. (kik)

 

(Die Veröffentlichung dieses Artikels erfolgt mit freundlicher Genehmigung der NORDSEE-ZEITUNG.)

News vom 02.01.2019

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