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Seedeich ade – für 15 Monate Umbau

Theme/Rubrik: Wasser WasserAnzahl der Kommentare: 0 Beitrag von: Geschäftsstelle Klimastadt Geschäftsstelle Klimastadt

Hafengesellschaft Bremenports beginnt diese Woche mit der Ertüchtigung des Außendeichs auf 460 Metern im Stadtsüden

Artikel aus der Nordsee-Zeitung, vom 5. Juli 2016.

FISCHEREIHAFEN. Ein ausgedehnter Deichspaziergang von der Doppelschleuse bis zur Luneplate – für die nächsten 15 Monate geht das nicht mehr. Denn zwischen Großer Westring und dem Zugang zur Luneplate wird gebaut – und der Weg dort hindurch gesperrt. Die Hafengesellschaft Bremenports ertüchtigt den Außendeich – als dritten Bauabschnitt im Rahmen des Küstenschutzplanes von 2007.

Geplant worden war der südliche Deichumbau bereits für 2013. Doch das politische Tauziehen um den Bau des Offshore-Terminals Bremerhaven (OTB) in der Mitte der insgesamt 2,8 Kilometer langen, noch zu verstärkenden Deichlinie südlich der Geeste-Mündung blockierte das Verfahren. Da aber die dafür bereitgestellten 3,8 Millionen Euro – 70 Prozent trägt der Bund, 30 Prozent das Land Bremen – dieses und nächstes Jahr abgerufen werden müssen, geht es nun mit den Vorbereitungsarbeiten los.

Und zwar unter Ausklammerung des OTB-Gebietes, betont Bremenports-Geschäftsführer Roland Howe. Bis Herbst 2017 wird der 460 Meter lange Außendeich-Teil ab Großer Westring  hier würde das OTB-Areal auf Höhe der alten Flugzeugstartbahn enden – bis zum Eingang ins Naturschutzgebiet Luneplate umgebaut. „Diese Woche wird der Gründeich gemäht“, erklärt Bremenports-Ingenieur Manfred Brandt, „und die Baustraße vorbereitet.“ Die Deichkrone und der Weg am Wasser sind bis zum Umbau-Ende im Herbst 2017 nicht mehr öffentlich zugänglich. Die Straße Am Seedeich wird zur Tempo-30-Zone, „es kann durch die Baufahrzeuge mal zu Behinderungen kommen“, sagt Brandt.

Der Deich wird nicht erhöht – denn, betont Roland Howe, „die 8,10 Meter seit der letzten Deicherhöhung 1962 reichen aus“. Der Schutz vor Sturmfluten – wie dem rabiaten „Xaver“ 2013 – entstehe durch eine „längere Wellenauflauf-Form“, das heißt, der Außedeich wird in seiner Neigung abgeflacht und um acht Meter weiter in die Weser hineingezogen. Dadurch wird der Deich zwischen Deichfuß und Deichkrone von bisher 34 auf dann 42 Meter verbreitert. 26500 Kubikmeter Kleiboden und 7000 Kubikmeter Sand werden verbaut.

Am Ende wird die Deichkrone neu gepflastert. „Es wird so wie am Lohmanndeich“, vergleicht Howe. Und verrät: Der Umbau des nördlichen Seedeichs zwischen Am Düker und Schleuse wird jetzt ausgeschrieben. „Der Deichumbau soll weitgehend in diesem Jahrzehnt fertig werden“, so Howe. Und der noch ungewisse OTB-Abschnitt? „Bis 2024.“

 

Bildunterzeile: Bremenports-Chef Roland Howe (rechts) und Manfred Brandt, Abteilungsleiter Hochwasserschutz, zeigen den betroffenen Abschnitt. (Foto: Schwan)

(Die Veröffentlichung dieses Artikels erfolgt mit freundlicher Genehmigung der
NORDSEE-ZEITUNG.)

News vom 05.07.2016

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