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Teamwork für Sanierung

Theme/Rubrik: Bildung BildungAnzahl der Kommentare: 0 Beitrag von: Geschäftsstelle Klimastadt Geschäftsstelle Klimastadt

Großes Qualifizierungsprogramm fürs Handwerk beendet – Folgeprojekt möglich

MITTE. Rund 800 Teilnehmer aus dem Land Bremen und dem Umland haben laut der Klimaschutzagentur Energiekonsens bei dem großen Programm HAKS mitgemacht. Das Kürzel steht für „Handwerks-Ausbildung für Klimaschutz“. Vor allem Auszubildende, aber auch Ausbilder wurden geschult – vom Maurer bis zum Heizungsbauer und Elektriker. Eine Fortsetzung ist möglich.

Denn die Projektträger haben einen Folgeantrag gestellt; in Bremerhaven und Bremen ist Energiekonsens federführend. Eine wesentliche Idee von HAKS war, „die Zusammenarbeit zwischen den Gewerken in der energetischen Gebäudesanierung zu stärken“, sagt Julia Seim vom Bundesumweltministerium (BMU), die diese Woche beim Abschlusstreffen in Bremerhaven zu Gast war. HAKS wurde über das ESFBundesprogramm „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung befördern“ (BBNE) gefördert. Nach Angaben von Energiekonsens flossen 700 000 Euro für das auf drei Jahre angelegte Projekt in das Land Bremen.

Hintergrund ist, dass dem Gebäudebereich in Deutschland rund 40 Prozent der klimaschädlichen CO2-Emissionen zugeschrieben werden. Deshalb spielen richtig ausgeführte Gebäudesanierungen und gut gemachte Neubauten für den Klimaschutz eine nicht zu unterschätzende Rolle. „Es ist wichtig, die Schnittstellen zwischen den Gewerken zu stärken und das Haus als Gesamtsystem zu verstehen“, so Seim. Bei HAKS wurden Ausbildungsmodule entwickelt und ausprobiert. „Es war eine Bereicherung“, meint Karin Gäckel-Pallentin, Bildungskoordinatorin Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde. Dort wurden die Module an die überbetriebliche Ausbildung angehängt. Chefs beteiligter Handwerksunternehmen heben hervor, es sei wichtig „über den Tellerrand zu blicken“ und „die Auszubildenden frühzeitig einzubinden“. Jemand wie Claus Middelhuß, Tischlermeister in Bremerhaven, nutzte das Programm, um Ideen zu entwickeln, wie Handwerksberufe für Jugendliche attraktiver werden. Denn die Module drehten sich auch um die Ausbildungsqualität und darum, das Image von Handwerksberufen ins rechte Licht zu rücken.

„Wir haben ja einiges zu bieten“, meint Middelhuß. Er denkt dabei nicht nur an interessante Aufgaben im Baugewerbe, sondern auch an beste Chancen auf einen sicheren Job. (von Ursel Kikker)

 

Bildunterzeile: Das HAKS-Abschlusstreffen fand passenderweise im Klimahaus statt. Die Projektträger tauschten nicht nur ihre Ergebnisse aus, sondern ließen sich bei Technikführungen das Klimakonzept des Hauses vorstellen und erfuhren beim Kochen mehr über klimafreundliche Ernährung. (Foto: Scheschonka)

 

(Die Veröffentlichung dieses Artikels erfolgt mit freundlicher Genehmigung der NORDSEE-ZEITUNG.)

News vom 13.09.2018

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