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Werbung fürs Fahren mit Wasserstoff

Theme/Rubrik: Mobilität MobilitätAnzahl der Kommentare: 0 Beitrag von: Geschäftsstelle Klimastadt Geschäftsstelle Klimastadt

Mediziner stellt Verein H2BX-Auto zur Verfügung – Interessierte dürfen kurz mitfahren – Hoffen auf Tankstelle für die Seestadt

LEHE. Dr. Rüdiger Bernauer hat sich ein Wasserstoff-Fahrzeug angeschafft. Ihn fasziniert die Idee, emissionsfrei unterwegs zu sein. „Jede Form von Elektromobilität eröffnet die Möglichkeit, die Probleme unserer Zeit zu lösen“, meint der Kardiologe. Oft ist sein Toyota Mirai an der Stresemannstraße zu sehen: als Werbung für die Wasserstoff-Technologie und den Verein H2BX.

Der setzt sich für die Nutzung von Wasserstoff ein. Die Fahrzeuge nutzen dank Brennstoffzelle Wasserstoff als Treibstoff. Mit dem Sauerstoff aus der Luft wird er in elektrische Energie verwandelt, die wiederum einen Elektromotor antreibt. Dass H2BX mit Bernauers Unterstützung direkt an einem Wasserstoff-Auto über die Vorteile informieren kann, freut den Vorsitzenden Claas Schott sehr. Er darf sogar mit Interessierten ein Stück fahren. „Wir werden den Wagen auch bei den Energietagen im Schaufenster Fischereihafen präsentieren“, kündigt Schott an.

Der Mirai steht regelmäßig bei der Auto-Box an der Stresemannstraße. „Das Interesse ist da“, beobachtet Fabian Hornbogen, geschäftsführender Gesellschafter bei dem Toyota-Händler, „aber die Leute fragen sofort: Wo kann ich tanken?“ Wasserstoff-Tankstellen gibt es erst wenige. Die nächste befindet sich in der Stadt Bremen. Bernauer nimmt das in Kauf.

Der Verein H2BX hofft darauf, dass er von der Initiative H2 Mobility berücksichtigt wird. Dann würde auch die Seestadt eine Wasserstoff-Tankstelle bekommen. „Das würde wirklich was losbrechen“, sind sich Schott und Hornbogen einig. Der Tankvorgang dauert – anders als bei herkömmlichen Elektroautos – nur wenige Minuten.

Der Verein mit seinen zurzeit 54 Mitgliedern musste für die Wasserstoff-Tankstelle mindestens 15 Absichtserklärungen vorlegen von Privatleuten oder Firmen, die sich ein Wasserstoff- Fahrzeug kaufen würden. Schott: „Am Ende hatten wir 42.“ Weil aus dem Auspuff nur Wasserdampf kommt, würden diese Fahrzeuge die Umwelt schonen. Zudem würden weniger Ressourcen verbraucht, führen Schott und seine Mitstreiter an. Wenn Windstrom für das Zerlegen von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zum Einsatz kommt, wird ein richtiger Öko-Schuh daraus. H2BX verfolgt auch diese Idee.

Bernauer macht sich schon seit Jahren Gedanken über seine Mobilität. Er fing mit einem Toyota Prius an, fährt heute mit einem E-Smart von Spaden zur Praxis in der Seestadt, besitzt auch einen Tesla und zückt regelmäßig seine Bahncard. Mit seinem Wasserstoff- Auto hat er seine Absichtserklärung bereits umgesetzt. Was ihn treibt? „Der Vernunftgedanke, die Umwelt nicht weiter zu belasten und Ressourcen zu schonen.“  (von Ursel Kikker)

 

Bildunterzeile: Er will zeigen, dass ein Umdenken auf den Straßen möglich ist: Dr. Rüdiger Bernauer stellt sein Wasserstoff-Auto zur Verfügung, damit für diese Art der Mobilität geworben wird. (Foto: Scheschonka)

 

(Die Veröffentlichung dieses Artikels erfolgt mit freundlicher Genehmigung der NORDSEE-ZEITUNG.)

News vom 04.07.2018

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